Druck nicht noch verstärken

Wir müssen unseren inneren Druck nicht noch verstärken – oder?

Die Wirkungen der Pandemie und der Kontaktsperre machen sich immer deutlicher bemerkbar.

Ja, die Pandemie erfasst uns alle. Es werden nicht alle krank – jedoch jeder spürt und erlebt die durch sie ausgelösten Krise. Der Alltag hat sich für viele von heute auf morgen radikal verändert. Unsicherheit und Angst macht sich breit. Angst vor dem Virus, Angst um die Familie, Freunde, und trotz aller staatlichen Hilfen: Angst um den Arbeitsplatz bzw. das eigene Unternehmen. Sehr viele fühlen sich zunehmend unter Druck.

Gerade in der jetzigen Situation fehlt vielen die Möglichkeit von den aktuellen Herausforderungen, Ängsten bzw. Sorgen und damit verbundenen Gedanken einmal abzuschalten, sich mit Freunden auszutauschen.

Die inneren Spannungen führen zu innerem Druck. Dieser führt zu äußeren Spannungen, die nicht immer so leicht aufzufangen sind.

Gerade bei Spannungen ist es enorm wichtig, dass wir auf unsere Sprache achten. Allein Sprache kann Druck und Spannungen verstärken oder eben auch ein wenig relativieren. Und dies nicht nur im Gespräch mit anderen, sondern auch im „Gespräch“ mit uns selbst.

Hervorheben möchte ich hier als Beispiel das Wort MUSS. Ein Wort, das in unserer noch hierarchisch geprägten Welt mehr genutzt wird, als es notwendig ist. Eine Berechtigung hat das Wort MUSS nur vereinzelt, wie bei der Einhaltung von Normen oder der Gefahr in Verzug. Dies erzeugt Druck. Mit MUSS assoziieren wir ferner Wichtigkeit und Dringlichkeit. Auch dies erhöht Druck.

Wie hilfreich ist es daher, ein MUSS zu hinterfragen und wegzulassen, bzw. zu ersetzen, wo es nicht zwingend notwendig ist.

Alternativen gibt es, wie beispielsweise WERDE oder WILL.

WERDE gibt Dir das Gefühl von Zeitspielraum. Es reduziert den zeitlichen Druck. WILL bedeutet, ich entscheide mich, habe mich dazu entschlossen. Wenn wir etwas aus eigenem Willen, Antrieb machen, nimmt es den äußeren Druck. Es ist recht einfach dies für unsere „Selbstgespräche“ zu übernehmen. Im Gespräch ist es die Kunst, den Gesprächspartner dafür zu gewinnen, dass er machen WIRD oder WILL.

 

Wenn Du mehr erfahren möchtest, dann nimm gern Kontakt mit mir auf karin@muellerwieland.de

 

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